“Starbuck” – Rezension
Starbuck – hat nichts mit Starbucks zu tun und auch nichts mit Battlestar Gallactica. Starbuck ist ein wunderbarer kanadischer Film vom Regisseur Ken Scott, über denn Kanadie David Wozniak, der sein Leben umkrempeln will. Also genauer gesagt, will er das ja schon lange… aber er hat einfach kein Glück: er hat kein Geld, erledigt vieles nicht, baut Hanf an um aus den Schulden rauszukommen (der gedeiht aber nicht) und schuldet irgendwelchen Dubiosen Leuten auch noch 80’000 Dollar. Dass er nicht mit seiner Freundin spricht, die gerade schwanger geworden ist, macht es nicht einfacher.
Aber dann wird er vor die Tatsache gestellt, dass er 533 Kinder hat – eine Klinik hat seinen vor Jahren unter dem Pseudonym “Starbuck” gespendeten Samen etwas zu oft benutzt hatte. Nun wollen ihn 142 der Kinder aber kennenlernen und wollen ihr Recht durchsetzen. David hingegen will das nicht – er lehnt es ab auch nur zu wissen, wer die 142 Kinder denn sind. Aber David ist herzensgut und eigentlich mag man ihn ja. Und so wirklich bringt er es nicht übers Herz, die Personenblätter der 142 überhaupt nicht anzuschauen.
Und weil er so herzensgut ist, versucht er dann auch noch rauszufinden, was “seine” Kinder denn so mit ihrem Leben anstellen.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten – zumindest inhaltlich nicht.
Der Film fängt mit einer recht provokativen Szene an und ich musste mich unweigerlich fragen, wie das denn nun weitergehen würde. Aber ich wurde positiv überrascht. Starbuck ist ein Film über einen herzensguten Menschen, der sich ändern will und von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt… Und dann bekommt er auch noch diese abstruse Meldung über seine 533 Kindern. Man könnte aus dieser Grundlage einen Blödelfilm per se machen, aber Ken Scott tut es nicht. Im Gegenteil, er macht daraus einen wunderbare und schöne Komödie, die mit intelligenten Gags und herzerwärmenden Dialogen und Geschichten imemr wieder ein Lächeln auf die Lippen des Zuschauers zaubert.
Klar, das Ende ist schon lang vorhersehbar – zumindest zum grossen Teil - und die wichtigen Klischees werden auch ausgenutzt, aber dies schadet dem Film gar nicht. Nein, vielmehr erwartet man diese Vorhersehbarkeit sogar. Und das Wichtigste: trotzdem das man weiss, wie es wohl ausgehen wird, bleibt die Geschichte spannend, weil sie nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern viele. Dabei werden viele Facetten und Themen aufgegriffen – einige könnte man noch eingehender behandeln, andere werden gut usgenutzt.
Alles in allem darf ich sagen, dass ich von “Starbuck” positiv überrascht war. Da darf ich eine glatte Empfehlung aussprechen
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Kinostart ist der 16. August.
Gesehen im: OrangeCinema Bern
Trailer:

