Nun war es also soweit: bereits im Dezember hatten meine Freundin und ich unseren Urlaub in Istanbul geplant: “Da müssen wir unbedingt mal hin, die Stadt ist toll!”, sagt meine Freundin, die Istanbul schon kennt. Somit war das Reiseziel für dieses Jahr klar. Nach langer Suche hatten wir uns dann für das Conrad Istanbul als Übernachtungsort und jeweils einen Lufthansa-Flug für den Transfer entschieden. Beides gute Entscheidungen 🙂 Dank der etwas erweiterten Möglichkeiten meinet Visa konnten wir das Hotel zudem zu guten Konditionen mit einem kostenlosen Upgrade buchen.

Aber der Reihe nach:
am Abreisetag liessen wir uns gemütlich vom Bavaria-Transport zu Hause abholen. Wenn man wirklich stressfrei zum Flughafen kommen möchte, dann lohnt sich dieser Service. Für den Transfer haben wir zusammen 55 Euro bezahlt. Gegen 7:15 Uhr waren wir dann in MUC und konnten innerhalb von wenigen Minuten unser Gepäck aufgeben. Meine Feststellung: MUC ist ein sehr ruhiger Flughafen. Gerade auch am frühen Morgen.
Wir konnten nach dem Security-Check (kein Anstehen) dann relativ rasch boarden und das Flugzeug (ein Airbus A320-200) hob dann auch pünktlich ab. Der Flug war ruhig und landete superpünktlich in Istanbul Atatürk.

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Wir hatten bei der Landung schönes Wetter und rund 24 Grad. Perfekt angenehm. Den Unterschied zu MUC sah man dann bei der Passkontrolle. Ewig lange Schlangen an den Schaltern (und davon hatte es rund 20). Also hiess es erstmal anstehen. Einer der Anstehenden hielt sich dabei für ganz schlau… Da die Schlange zu den Schaltern über mehrere Reihen ging, stellte er sein Gepäck immer eine Reihe vor sich und konnte so mit der “Entschuldigung”, dass er ja schon weiter vor stand, zu seinem Gepäck vorgehen. Irgendwann traf er dann aber auf ein Ehepaar, dass ihm mit deutlichen Worten den Weg versperrte. Richtig so! 😉

Auf dem Weg zum Hotel

Nach der Passkontrolle konnten wir uns dann zum Ausgang begeben. Atatürk ist ca. 20 Kilometer von unserem Hotel entfernt. Das Hotel hat zwar einen Transfer angeboten, dieser wäre aber auf 80 Euro gekommen (dafür mit einer Limousine :D). Das war uns dann doch etwas zuviel, also entschieden wir uns fürs Taxi. Taxifahren ist in Istanbul eine günstige Angelegenheit – lohnt sich also… meistens.
Erstes Taxi in der Linie geschnappt, Ziel genannt und losgefahren. Das Taxi war ein netter kleiner Fiat. Was uns während der Fahrt auffiel war, dass die Windschutzscheibe einen Riss hatte. Joa, ne? Ansonsten verlief die Fahrt ganz angenehm. Und während der Fahrt lernten wir dann auch, was Autofahren in Istanbul heisst. Für uns als Westeuropäer heisst es in erster Linie: besser hier nicht fahren ;). Eine zweispurige Autobahn ist für Istanbuler eine 3-4 spurige Autobahn. Pannenstreifen, Sperrflächen und Ähnliches beachten? Fehlanzeige! Tempolimit? eine “Möglichkeit”, wie man es machen kann. Rite Ampel? Maximal ein Vorschlag, dass man hier halten könnte. Und Spurwechsel funktioniert nach dem Prinzip: leben und leben lassen. Unterm Strich: Verkehr ist ein riesiges Chaos, aber hupen tut man relativ wenig. Denn: jeder drängelt aber gleichzeitig nimmt jeder Rücksicht. Scheint zu funktionieren ;).

Unser Hotel: Conrad Istanbul Bosphorus

Das Hotel war sehr furchtbar. So ein paar Punkte dazu:

  • Die Dusche hatte nur gerade mal 3 Duschdüsen!
  • Der TV war zu laut – man hört ihn sogar im Klo
  • Beim Frühstück wird einem nicht mal die Serviette auf den Schoss gelegt!
  • Keine Torten am Frühstücksbuffet!
  • Der Sprinkler im Zimmer ist wirklich hässlich!
  • Im TV gibts kein Kabel1!
  • Das Zimmer ist viel zu hell – es hat viel zu viele Lampen
  • Der Flur ist zu lang – echt jetzt!
  • Und hab ich schon gesagt? Keine Torten am Frühstücksbuffet!!

So, und jetzt machen wir die Ironie wieder aus 😀
Das Hotel war fantastisch:

Im Hotel wurden wir sehr freundlich empfangen, das Gepäck wurde uns abgenommen und der Check-In Prozess war sehr angenehm. Die offenen Fragen, die ich noch hatte, wurden schnell und freundlich beantwortet. Dank dem kostenlosen Upgrade wurde aus dem Zimmer mit Park-Blick eins mit Bosporus-View. Die nette Dame meinte zwar, dass das Zimmer im ersten Stock sei, aber weiter oben hätte sie leider kein freies Zimmer mit Bosporus-View mehr. Wenn uns das Zimmer nicht zusagen würde, könne sie uns dann aber auch gerne noch umbuchen. Das Zimmer gefiel und der Blick auf den Bosporus war dank der Hanglage dennoch atemberaubend (die linke Hälfte aus dem Zimmer hat man einfach ausgeblendet – da standen die Satellitenschüsseln fürs Hotel ;)).

Was das Conrad gegenüber anderen Hotels auszeichnet sind die vielen Kleinigkeiten. Kaffeemaschine, Teekocher, Kaffee und Tee waren im Zimmer inklusive, das Internet war – im Vergleich zu anderen Hotels – relativ schnell. Ganz genial war das Bad. Die Dusche hatte 3 verschiedene Brausen: eine Regenbrause direkt von der Decke, eine normale Brause und eine Art “Wasserfall” auf der anderen Seite der geräumigen Dusche. Da konnte man sich hinsetzen und das Wasser über sich plätschern lassen. Klasse! 🙂

Was ich auch ganz witzig fand: wenn man den TV an hatte und aufs Klo musste, verpasste man nichts: ein zusätzlicher Lautsprecher in der Decke des Bads überträgt den TV-Ton. Wirklich klasse Idee 🙂

Hier einige Eindrücke aus dem Hotel:
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Das Conrad Istanbul von aussen.

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Der Flur im Hotel

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Unser Zimmer

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Aussicht aus dem Hotelzimmer – Blick auf den Bosporus

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Panorama-Ansicht des Zimmers

Der erste Abend in Istanbul

Nach der doch recht langen Anreise haben wir beschlossen, dass wir keine grossen Sprünge in der Stadt mehr machen wollen. So haben wir uns gemütlich an den Bosporus begeben, uns dort eine Weile hingesetzt und danach die nähere Umgebung etwas erkundet. Dabei gleich noch nach einem Supermarkt gesucht (und auch gefunden!). Den Tag liessen wir dann mit einem guten Abendessen im Hotel und später einem “Ankunftsdrink” in der Summit Bar im 14. Stock ausklingen.
Ein gelungener Start in den Urlaub 🙂

 

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Das Manzara-Restaurant im Hotel

 

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Abendessen – Mjam 🙂

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Ein Drink an der Summit Bar